Glossar

Wichtige Begriffe zum Job bei der Bayerischen Polizei.

In unserem Glossar findest Du kompakte Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen auf dieser Website, die für den Polizeiberuf von Bedeutung sind.

GLOSSAR

2

2. Qualifikationsebene (2. QE)

Die 2. Qualifikationsebene, früher als „mittlerer Dienst“ bekannt, bietet einen attraktiven Einstieg in das Berufsleben der Bayerischen Polizei. Dir stehen alle Wege für spätere Arbeitsgebiete und entsprechend dem Leistungsprinzip auch der Aufstieg in die 3. oder gar die 4. Qualifikationsebene offen.

An schulischen Voraussetzungen müssen entweder der qualifizierende Abschluss der Haupt- oder Mittelschule mit abgeschlossener Berufsausbildung oder der mittlere Schulabschluss, die allgemeine Fachhochschulreife (Fachabitur) bzw. das Abitur vorliegen. Hinzu kommen persönliche Voraussetzungen, die für eine Bewerbung erfüllt sein müssen. Der Einstieg in die 2. Qualifikationsebene erfolgt nach bestandener Einstellungsprüfung, nach einer Zusage aufgrund der erreichten Note (Ranglistennote) und nach erfolgreich absolvierter Ausbildung.

3

3. Qualifikationsebene (3. QE)

Die 3. Qualifikationsebene, früher als „gehobener Dienst“ bekannt, bietet den Einstieg in das Führungsmanagement der Bayerischen Polizei. Es stehen alle Wege zu späteren Arbeitsgebieten offen. Nach gutem Abschluss der Qualifikationsprüfung besteht bei entsprechender Leistung auch die Möglichkeit eines Aufstiegs in die 4. Qualifikationsebene.

An schulischen Voraussetzungen für einen Direkteinstieg müssen das Fachabitur oder das Abitur vorliegen. Die 3. Qualifikationsebene kann – bei entsprechenden Leistungen – auch über den Aufstieg aus der 2. Qualifikationsebene erreicht werden.

In einem dreijährigen Studium an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern – Fachbereich Polizei (am Standort Fürstenfeldbruck, Sulzbach-Rosenberg bzw. Klosterburg Kastl) werden umfangreiche polizeiliche Fachkenntnisse vermittelt. Das Fachstudium ermöglicht es, Führungsaufgaben zu übernehmen. Daneben wird aber auch praktisches Wissen auf verschiedenen Polizeidienststellen in Bayern und bei der Bereitschaftspolizei vermittelt.

4

4. Qualifikationsebene (4. QE)

Die 4. Qualifikationsebene stellt die Führungsspitze der Bayerischen Polizei. Ein Aufstieg ist aus der 3. QE – bei herausragenden Leistungen unter Beibehaltung der Bezüge – möglich. Der Aufstieg eröffnet die Möglichkeit, ein zweijähriges Masterstudium mit Abschluss „M. A. (Public Administration – Police Management)“ an der Deutschen Hochschule der Polizei zu absolvieren.

A

Ausbildungsseminar

Ein Ausbildungsseminar ist eine sog. ausbildende Einheit, in die Du als angehende Beamtin oder angehender Beamter eingeteilt wirst. Dein jeweiliges Ausbildungsseminar ist an einem der Ausbildungs- und Studienstandorte der Bayerischen Polizei beheimatet.

Ausnahmen bei den Einstellungsvoraussetzungen

Altersgrenze
Grundsätzlich müssen Bewerberinnen und Bewerber am Einstellungstag zwischen 17 und 30 Jahre alt sein.

Ausnahmen sind nur vom Höchstalter möglich für:

  • Kinderbetreuungs- und Pflegezeiten
  • freiwilligen Wehrdienst
  • SaZ zwölf und mehr Jahre
  • Freiwilligendienste

Deine zuständige Einstellungsberatung erteilt gerne weitere Informationen.

Größe
Die Mindestgröße beträgt 160 cm. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei der Einstellungsprüfung vor Prüfungsbeginn eine Überprüfung der Körpergröße erfolgen kann. Wenn die Körpergröße unter 160 cm liegt, kann der Bewerber nicht an der Einstellungsprüfung teilnehmen. In diesem Fall muss zuvor ein sog. Vortest erfolgreich absolviert werden. Die Anmeldung für die Teilnahme am Vortest erfolgt über die Einstellungsberatung. Bei diesem Vortest wird bei Vorliegen einer besonderen körperlichen Gesamtkonstitution (z. B. besondere sportliche Leistungsfähigkeit) festgestellt, inwieweit die Bewerberinnen und Bewerber die erforderliche Gesamtkonstitution aufweisen. Informationen zum Vortest findest Du auch in den​​​​​​​ FAQ.

Deutsche Staatsangehörigkeit
Die deutsche Staatsangehörigkeit muss grundsätzlich vorliegen. Voraussetzung für Ausnahmen ist, dass die ausländischen Bewerberinnen bzw. Bewerber

  • die sonstigen Anforderungen in Bezug auf allgemeine und schulische Voraussetzungen sowie Alter, Größe und Gewicht erfüllen
  • neben der deutschen Sprache die Sprache ihres Heimatlandes nachweislich in Wort und Schrift beherrschen
  • mit den Verhältnissen in Deutschland wie auch mit Kultur und Mentalität ihres Heimatlandes vertraut sind
  • zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens fünf Jahren mit Hauptwohnsitz in Deutschland wohnen
  • am Einstellungstag nicht mehr wehrpflichtig sind
  • eine Niederlassungserlaubnis vorlegen können, wenn sie aus Staaten, die nicht der EU angehören, kommen

Ob Deine Nationalität in Frage kommt, erfragst Du bitte bei Deiner Einstellungsberatung.
In der 3. Qualifikationsebene (3. QE) kann nur eingestellt werden, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

B

Bayerisches Landeskriminalamt

Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) ist die größte kriminalpolizeiliche Ermittlungsdienststelle Bayerns. Als moderne Polizeizentrale setzt sie alle bekannten Technologien zur Information, Untersuchung, Ermittlung und Prävention ein, erforscht und entwickelt sie weiter.

Beim LKA Bayern sind auch die Zentralstelle für die polizeiliche Datenverarbeitung und Datenübermittlung in Bayern sowie die Fernmeldestelle der Bayerischen Polizei für die Nachrichtenübermittlung angesiedelt.

Beamtenverhältnis auf Probe

Bereits nach erfolgreichem Abschluss der Grundausbildung (1. Ausbildungsjahr) werden die Anwärterinnen und Anwärter für die 2. und 3. Qualifikationsebene (2. und 3. QE) in das Beamtenverhältnis auf Probe berufen und zur Polizeioberwachtmeisterin bzw. zum Polizeioberwachtmeister ernannt. Hierbei handelt es sich allerdings noch nicht um die laufbahnrechtliche Probezeit zur Feststellung der Bewährung für die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit. Vielmehr sollen mit dieser vorgezogenen Ernennung zu Beamtinnen und Beamten auf Probe Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte während der Ausbildung bei Einsätzen und Praktika dienstunfallrechtlich besser geschützt werden. Außerdem handelt es sich bei der Polizeioberwachtmeisterin bzw. dem Polizeioberwachtmeister nicht um eine Amts-, sondern um eine Dienstbezeichnung.

Nach erfolgreichem Ablegen der Qualifikationsprüfung am Ende der Ausbildung folgt die Ernennung in der 2. QE zur Polizeimeisterin bzw. zum Polizeimeister und in der 3. QE zur Polizeikommissarin bzw. zum Polizeikommissar. Es beginnt dann die regelmäßige Probezeit, diese dauert einheitlich zwei Jahre. Bei Bewährung folgt die bedeutendste Ernennung, nämlich die Umwandlung des Beamtenverhältnisses auf Probe in ein solches auf Lebenszeit.

Beamtin/Beamter

Beamtinnen und Beamte gehören dem öffentlichen Dienst an, weil ihr Dienstherr (= Arbeitgeber) eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist. Dazu gehören z. B. die Bundesrepublik Deutschland, die einzelnen Bundesländer, Gemeinden und Landkreise. Die Staatsministerien des Freistaates Bayern sind die obersten Dienstbehörden der Beamtinnen und Beamten in Bayern und damit die höchsten Behörden, denen Beamte im Freistaat unterstellt sind.

Der Beamtenstatus ist grundsätzlich auf Lebenszeit angelegt, er bietet Dir daher einen krisensicheren Arbeitsplatz, ein sicheres und geregeltes Einkommen und verschiedene weitere Versorgungsleistungen etc. Die Besoldung richtet sich nach dem Bayerischen Besoldungsgesetz. Dein Dienstherr hat Dir gegenüber eine sog. Fürsorgepflicht (z. B. Übernahme der Krankheitskosten für Auszubildende für den Polizeivollzugsdienst).

Als Beamtin oder Beamter wirst Du nicht durch einen Arbeitsvertrag eingestellt, sondern durch Ernennung in das Beamtenverhältnis berufen, bei der Dir eine Urkunde überreicht wird.
Die Verleihung eines anderen Amts mit höherem Endgrundgehalt und anderer Amtsbezeichnung nennt man Beförderung.

Beförderungen sind nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorzunehmen. Nach dem Leistungsgrundsatz des Artikels 33 Abs. 2 Grundgesetz sind dies sowohl bei der erstmaligen Einstellung als auch auf Deinem weiteren Berufsweg die allein entscheidenden Auslesekriterien. Bei der Einstellung werden diese Kriterien durch Nachweise der Vorbildung, Einstellungsprüfung etc. ermittelt.

Der Inhalt des Beschäftigungsverhältnisses ist durch die Beamtengesetze vorgegeben. Als Beamtin oder Beamter stehst Du zu Deinem Dienstherrn in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis (das bedeutet z. B., dass Du kein Streikrecht hast).

Beihilfe

Beamte und Beamtinnen unterliegen nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Beihilfe dient daher als finanzielle Unterstützung in Krankheits-, Geburts-, Pflege- und Todesfällen für deutsche Beamte und Beamtinnen, Soldaten und Soldatinnen und Berufsrichter/-innen, deren Kinder sowie deren Ehepartner, soweit diese nicht selbst sozialversicherungspflichtig sind.

Nach Beendigung der Einsatzstufe werden die angefallenen Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen sowie für Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten und für Schutzimpfungen vom Dienstherrn anteilig (in der Regel zu 50 %) erstattet.

Für die durch die Beihilfe nicht gedeckten Aufwendungen ist eine entsprechende Eigenvorsorge zu treffen, die aus den laufenden Bezügen zu bestreiten ist. Dies geschieht z. B. durch den Abschluss einer entsprechenden privaten Krankenversicherung.

Mehr Infos zu diesem Thema findest Du auf der Website des bayerischen Landesamtes für Finanzen.

Besoldung/Besoldungsgruppe

In Bayern gibt es eine durchgehende Leistungslaufbahn, sie umfasst die Besoldungsgruppen von A 3 bis A 16 und die Besoldungsordnung B. Der Einstieg in die Leistungslaufbahn erfolgt entsprechend der Vor- und Ausbildung in vier Qualifikationsebenen. Innerhalb der Leistungslaufbahn bestehen sechs Fachlaufbahnen. Innerhalb einer Fachlaufbahn sind fachliche Schwerpunkte gebildet. Eingangsämter als Ausgangsbasis für den beruflichen Werdegang im Polizeivollzugsdienst sind für die 2. QE die Besoldungsgruppe A 7 und für die 3. QE die Besoldungsgruppe A 9.

Bewerbung

Du kannst Dich direkt im Bewerbungsportal über diese Website bewerben. Solltest Du noch Fragen haben, so steht Deine Einstellungsberatung vor Ort gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Bewerbung aus anderen Bundesländern

Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Bundesländern müssen sich über die Werbestelle München bewerben.

Bewerbung, zweigleisig

Wenn Du die Anforderungen für die 2. und 3. Qualifikationsebene (2. und 3. QE) erfüllst, kannst Du Dich gleichzeitig für beide Qualifikationsebenen bewerben. Eine zweigleisige Bewerbung ist in diesem Fall sogar sinnvoll, um die Chancen auf eine Einstellung zu erhöhen. Die Einstellungszahlen in der 2. QE sind im Vergleich zur 3. QE erheblich höher.

Nach der Einstellung in die 2. QE ist eine Bewerbung für die 3. QE über das Auswahlverfahren beim Landespersonalausschuss weiterhin möglich, sofern das Höchstalter nicht überschritten wurde. Auch ist ein Aufstieg in die 3. QE bei guter Leistung möglich, wenn Du u. a. einen entsprechenden Eignungsvermerk in Deiner Beurteilung hast.

Bewerbungsfristen

Siehe Einstellungstermine

C

Cannabisgesetz (CanG)

Mit dem Cannabisgesetz (CanG) wird der private Eigenanbau durch Erwachsene zum Eigenkonsum sowie der gemeinschaftliche, nicht-gewerbliche Eigenanbau von Cannabis in Anbauvereinigungen legalisiert. Das Gesetz trat am 01.04.2024 in Kraft.

Was bedeutet das für die Beschäftigten der Bayerischen Polizei? Wir Polizisten tragen eine ganz besondere Verantwortung für unsere Gesellschaft – und die Gesellschaft vertraut uns!

Da ein professionelles Auftreten während der Dienst- bzw. Arbeitszeit absolut unvereinbar mit einer Dienstverrichtung unter Einfluss von Rauschmitteln ist, ist allen Beschäftigten der Bayerischen Polizei ein Mitführen sowie der Konsum von Cannabis während der Dienst- bzw. Arbeitszeit untersagt.

Ebenfalls verboten ist der Konsum von Cannabis in der Freizeit, wenn dieser Auswirkungen auf die Dienst- oder Arbeitsfähigkeit hat oder die Dienst- oder Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen könnte.

Nähere Infos und die Regelung für die Einstellungsprüfung findest Du in den FAQ des Polizeivollzugsdienstes sowie in den FAQ für den Bereich IT.

D

Dienstanfängerprogramm

Du hast die Einstellungsprüfung erfolgreich absolviert und möchtest die Zeit bis zum Start Deiner Ausbildung sinnvoll nutzen?

Als Dienstanfängerin bzw. Dienstanfänger hast Du bereits vor Ausbildungsbeginn die Möglichkeit Polizeiluft zu schnuppern. Neben den lehrreichen Einblicken in den polizeilichen Alltag verdienst Du Dir bei Deinem Einsatz auch gleich etwas dazu (ca. 815 Euro brutto). 

Informiere Dich zum Dienstanfängerprogramm bei Deiner zuständigen Einstellungsberatung.

Dienstgruppe

Die Dienstgruppe ist eine Organisationseinheit innerhalb der bayerischen Polizeidienststellen. Aufgabe der im Dienst befindlichen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ist vor allem der Streifen- und Wachdienst. Der Dienst erfolgt in Polizeiuniform und wird im Wechselschichtdienst mit verschiedenen Schichtmodellen geleistet.

Diensthundestaffel

Wer nach erfolgreich absolvierter Ausbildung und der Dienstzeit in einer Einsatzhundertschaft in den polizeilichen Einzeldienst versetzt wird, kann sich spezialisieren. Das ist, sofern Stellen verfügbar sind, z. B. durch eine Bewerbung bei der Hundestaffel möglich. Ist die Bewerbung erfolgreich, kann eine Ausbildung zum Hundeführer an der Polizeidiensthundeschule Herzogau erfolgen.

E

Einsatzhundertschaften

Die Aufgabenschwerpunkte in der Einsatzhundertschaft bilden Einsätze anlässlich von Ordnungs- und Schutzmaßnahmen bei Sport- oder sonstigen Großveranstaltungen, wie Rockkonzerten, Versammlungen, Demonstrationen und Staatsbesuchen. Des Weiteren werden die Einheiten auch als Unterstützungskräfte von den Dienststellen des polizeilichen Einzeldienstes für Schwerpunktkontrollen, z. B. zur Überwachung der Gurtpflicht oder von Geschwindigkeitsvorgaben, angefordert.

Unmittelbar nach der erfolgreich abgelegten Qualifikationsprüfung (2. QE) wirst Du in der Regel bedarfsgebunden für bis zu 24 Monate zu einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei in die Einsatzstufe nach München, Dachau, Königsbrunn, Nürnberg oder Würzburg versetzt.

Einstellungsprüfung (allgemeine Infos)

Für Deine Einstellungsprüfung bieten wir Dir zwei Prüfungsorte an: München (I. Bereitschaftspolizeiabteilung) oder Nürnberg (IV. Bereitschaftspolizeiabteilung). Bei einem großen Bewerberaufkommen können wir Dir nicht garantieren, dass Du Deine Einstellungsprüfung an der Prüfungsstelle ablegen kannst, die näher an Deinem Wohnort liegt.

Das Vorverfahren zur Prüfung einer Ausnahme von der Mindestgröße findet ebenfalls an einer der Prüfungsstellen statt. Spitzensportlerinnen und Spitzensportler werden ausschließlich in München geprüft.

Die Prüfungen finden an zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen statt. Der zweite Prüfungstag liegt in der Regel in der Folgewoche.

Du hast die Möglichkeit, am Vorabend deiner Prüfung kostenlos in der Abteilung der Bereitschaftspolizei zu übernachten. Die Anreise ist bis 22:00 Uhr möglich. Bettwäsche wird gestellt, Handtücher sind mitzubringen. Begleitpersonen können nicht in der Abteilung übernachten. Weitere Informationen findet Du im Einladungsschreiben zur Einstellungsprüfung. Bei der Anreise mit dem Pkw weisen wir vorsorglich darauf hin, dass auf dem Gelände der I. Bereitschaftspolizeiabteilung in München keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Bei der IV. Bereitschaftspolizeiabteilung Nürnberg findest Du links vor der Schranke ausreichend Parkmöglichkeiten.

Während der Einstellungsprüfung kannst Du kostenlos an der Gemeinschaftsverpflegung teilnehmen.

Anfallende Fahrtkosten oder weitere Kosten, die für die Einholung eines z. B. notwendigen Augenbefunds erforderlich sind, können leider nicht erstattet werden.

Siehe auch: Sportprüfung

Einstellungstermine und Bewerbungsfristen

Die Termine und Fristen unterscheiden sich bei einer Bewerbung für die 2. QE, 3. QE und den Spitzensport.

Einstellungstermine

  • 2. Qualifikationsebene: Anfang März/Anfang September, jeweils erster Werktag
  • 2. Qualifikationsebene/Spitzensport: Anfang August – Wintersport/Mitte September – Sommersport
  • 3. Qualifikationsebene: Anfang September/Anfang März, jeweils erster Werktag

Bewerbungsfristen

  • 2. Qualifikationsebene: Meldeschluss 30.04. bzw. 31.10. des Vorjahres
  • 2. Qualifikationsebene/Spitzensport: Bewerbungen, die bis zum 31.03. vorliegen, werden für das laufende Einstellungsjahr garantiert berücksichtigt.
  • 3. Qualifikationsebene: Meldeschluss für beide Einstellungstermine 31.10. des Vorjahres beim Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei; zudem zusätzlich früherer Meldeschluss beim Landespersonalausschuss (LPA)


Bitte beachte, dass zur Wahrnehmung der jeweiligen Frist Deine Bewerbungsunterlagen vorliegen müssen.
Eine erste Kontaktaufnahme zum Stichtag ist für eine Berücksichtigung im jeweiligen Zeitraum nicht ausreichend.

Siehe auch: Studienbeginn (3. QE)

F

Führerschein

Die Fahrerlaubnis der Klasse B muss spätestens bis zum Ende des 2. Ausbildungsabschnittes eigenverantwortlich erworben werden.

G

Gleichstellungsgesetz

Mit dem Bayerischen Gleichstellungsgesetz (BayGlG) vom 24.05.1996 wurde die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Unter Wahrung des Vorranges von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung wird der Anteil von Frauen in Bereichen, in denen sie in erheblich geringerer Zahl beschäftigt sind als Männer, erhöht. Die Chancengleichheit von Frauen und Männern wird so gesichert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert.

Grenzpolizei

Die Befugnisse der Bayerischen Grenzpolizei bei den Grenzkontrollen richten sich nach dem Bayerischen Polizeiaufgabengesetz. Zu den Aufgaben der Grenzpolizei zählen eigenständige Grenzkontrollen sowie gezielte Schwerpunkteinsätze mit uniformierten und zivilen Kräften. Für die fachliche Leitung der Bayerischen Grenzpolizei ist die neu geschaffene Direktion der Bayerischen Grenzpolizei mit Sitz in Passau verantwortlich. Die Direktion ist organisatorisch Teil des Polizeipräsidiums Niederbayern.

H

Heilfürsorge

Während Deiner Ausbildung und während der Einsatzstufe sorgt der Freistaat Bayern durch freie Heilfürsorge für Deine Gesundheit.

Dies umfasst insbesondere die vorbeugende Gesundheitsfürsorge, eine allgemeine ärztliche bzw. zahnärztliche Betreuung/Behandlung, eine stationäre Beobachtung sowie die Untersuchung und Behandlung in den Krankenabteilungen der Bereitschaftspolizei und in Krankenhäusern.

Hinzu kommen Kuraufenthalte und besondere Heilverfahren in Bädern, Kuranstalten und Heilstätten einschließlich der Versorgung mit Arzneien, Heil- und Hilfsmitteln. Damit Du nach Beendigung der freien Heilfürsorge keine Probleme bzw. Wartezeit beim Wechsel in eine private Krankenversicherung hast, empfiehlt sich der Abschluss einer Anwartschaftsversicherung.

K

Kontaktbereichsbeamte

Kontaktbereichsbeamtinnen und Kontaktbereichsbeamte sind als eine Art „Betreuer/-in“ in bestimmten Dienstbereichen zu verstehen. Bei ihrer Fußstreife nehmen sie Kontakt zur Bevölkerung auf und haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Als „Polizei zum Anfassen“ stellen sie Bürgernähe her, pflegen Kontakte, bauen Berührungsängste ab und wirken präventiv. Das heißt, durch ihren Einsatz können Probleme entschärft und abgebaut werden, sodass gar nicht erst etwas passieren muss.

Als Kontaktbereichsbeamtinnen und Kontaktbereichsbeamte werden ausschließlich erfahrene Polizeibeamtinnen und -beamte eingesetzt. Sie kennen sich in ihren Stadtvierteln oder Gemeinden aus und sind vielen Bürgerinnen und Bürgern von ihren Streifengängen her bekannt.

L

Legasthenie

Eine Bewerbung ist auch mit Legasthenie möglich. Legastheniker müssen jedoch den gleichen Test durchlaufen wie alle anderen Bewerberinnen und Bewerber. Ein Notenbonus oder eine längere Bearbeitungszeit kann nicht gewährt werden.

Leistungsprinzip

Seit dem 01.01.2011 ist das Gesetz zum Neuen Dienstrecht in Bayern in Kraft. Diese gesetzliche Neuregelung des öffentlichen Dienstes im Freistaat umfasst ein Leistungslaufbahngesetz, ein bayerisches Besoldungsgesetz sowie ein Beamtenversorgungsgesetz.

Im Mittelpunkt steht dabei das Leistungsprinzip: So sind etwa Beförderungen eines der Kernelemente, um die Leistungen von Beamtinnen und Beamten individuell anzuerkennen. Mit flexiblen Regelungen soll darüber hinaus das berufliche Fortkommen gezielter unterstützt und gefördert werden.

Wer Leistungsstärke zeigt, kann deutlich verbesserte Berufsperspektiven entwickeln als früher. So werden die Laufbahngrenzen von einfachem, mittlerem und gehobenem Dienst aufgehoben. Stattdessen steht Beamtinnen und Beamten eine durchgehende Laufbahn offen. Damit verbunden ist auch eine stärkere Leistungsorientierung in der Besoldung. Schnelleres Vorrücken in der Gehaltstabelle und Leistungsprämien bieten u. a. starke Anreize für eine kontinuierlich hohe Leistungsbereitschaft.

Das Leistungsprinzip gewährleistet eine faire und gerechte Beurteilung. Alle Angehörigen der Bayerischen Polizei haben damit die gleichen Chancen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Geschlecht. Du kannst Deinen Karriereweg gehen, wenn Deine Leistung stimmt.

M

Mobiles Einsatzkommando

Die Mobilen Einsatzkommandos zählen zu den Spezialeinheiten in Bayern. Den Spezialeinheiten obliegt primär die operative Bekämpfung der schweren Gewaltkriminalität in ganz Bayern (z. B. Einsatz bei Geiselnahmen oder ähnlich gelagerten Fällen). Daneben unterstützen sie den polizeilichen Einzeldienst in besonderen Einsatzlagen.
Mobile Einsatzkommandos werden u. a. zur verdeckten Observation, zur Peilung und Ortung, zur Absicherung verdeckter Ermittlerinnen und Ermittler, aber auch zur Festnahme von Personen eingesetzt.
Um im Mobilen Einsatzkommando eingesetzt werden zu können, müssen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte eine spezielle Ausbildung absolvieren.

P

Polizeihubschrauberstaffel

Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern ist eine Unterstützungseinheit der Bayerischen Polizei. Seit Gründung der Polizeihubschrauberstaffel im Jahre 1970 hat sich der Aufgabenbereich stetig erweitert. Heute haben die Besatzungen mit ihren Polizeihubschraubern ein breites Einsatzspektrum zu bewältigen.

Dazu gehören z. B. die Suche von vermissten Personen, die Fahndung nach Personen, Sachen oder Beweismitteln, die Bildübertragung zur Aufklärung von polizeilichen Einsatzlagen – etwa bei Großveranstaltungen – sowie die Anfertigung von Luftbildern oder Wärmebildaufnahmen bei Verkehrsunfällen, Straftaten, Umweltdelikten, Bränden oder anderen Ereignissen. Zudem unterstützen die Hubschrauberpilotinnen und Hubschrauberpiloten Feuerwehr und Rettungskräfte bei Berg-, Wasser- und Eisunfällen. Sie transportieren fallweise auch Verletzte und helfen bei der Brandbekämpfung.

Polizeiinspektion

Die Polizeiinspektion (PI) bezeichnet eine Organisationseinheit mit ca. 30 bis 180 Polizeibeamtinnen und -beamten, die jeweils für einen lokalen Bereich zuständig ist. Wenn sie bei der Schutzpolizei angesiedelt ist, erfüllt sie die klassischen Aufgaben, wie z. B. den Wach- und Streifendienst im Wechselschichtdienst. Sie unterhält Ermittlungsgruppen, Erhebungsgruppen und einen Stab (mit Sachbereichen). Darüber hinaus gibt es spezielle Polizeiinspektionen, z. B. für Verkehr (VPI) oder Kriminalpolizei (KPI).

Polizeiorchester

Das Polizeiorchester Bayern mit Sitz in der Landeshauptstadt München ist das professionelle sinfonische Blasorchester der Bayerischen Polizei. Es wurde am 12.11.1951 in Rebdorf bei Eichstätt gegründet und kann mit über 60 Jahren Bestehen auf eine bewegte Entwicklung zurückblicken.

Das Polizeiorchester Bayern ist einerseits für die Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Polizei zuständig, indem es zur Imagepflege, Bürgernähe, Nachwuchsgewinnung sowie Kinder- und Jugendprävention beiträgt. Andererseits wird das Polizeiorchester Bayern durch die Bayerische Staatsregierung und das Bayerische Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration zu repräsentativen Anlässen eingesetzt. Als Bindeglied zwischen Polizei und Bürgerinnen und Bürger ist das Polizeiorchester Bayern bestrebt, mit Konzerten in Konzertsälen, Kirchen oder auf Open-Air-Bühnen ein breites Publikum zu begeistern. Es stellt sich in den Dienst der guten Sache, indem es jährlich bei bis zu 60 Benefizkonzerten zu sozialen, karitativen und kulturellen Zwecken mitwirkt.

Das umfangreiche Repertoire schließt originale Kompositionen der sinfonischen Blasmusik sowie Bearbeitungen von klassischen Ouvertüren, Operetten, Filmmusiken, Musicals, Konzertmärschen und Opernauszügen ein. Die instrumentale Vielseitigkeit der Musikerinnen und Musiker ermöglicht auch verschiedene Kleinbesetzungen für die musikalische Umrahmung von staatlichen Festakten.

Polizeitaucher

Bayern setzte schon 1955 als erstes Bundesland Polizeitaucherinnen und Polizeitaucher ein. Zunächst gehörte es zu den Aufgaben von Polizeitaucherinnen und Polizeitauchern, verstecktes Diebesgut in Gewässern zu suchen. Heute decken sie ein vielseitiges Aufgabenfeld ab. So fahnden Polizeitaucher auch nach Schiffen, die illegal Abfall in Flüssen und Seen entsorgen, retten Ertrinkende oder bergen Leichen. Wenn Du Dich für die Qualifizierung zum Polizeitaucherinnen und Polizeitaucher interessierst, solltest Du Tauchkenntnisse mitbringen und bereit sein, regelmäßig zu trainieren.

Eine Bewerbung zur Polizeitaucherin bzw. zum Polizeitaucher ist erst im Anschluss an Deine erfolgreich absolvierte Ausbildung sowie Deine Dienstzeit bei der Bereitschaftspolizei möglich, sofern freie Stellen vorhanden sind. Weitere Infos erhältst Du bei der Einstellungsberatung.

Polizeizulage

Die Polizeizulage ist ein Bestandteil Deines Gehalts als Polizeibeamtin oder -beamter im Vollzugsdienst nach einer Dienstzeit von einem Jahr.

R

Reiterstaffel

Die Polizeiinspektion (PI) Reiterstaffel gehört zweifellos zu den exotischen Dienststellen des Polizeipräsidiums München. Ihr offizieller Name lautet „Polizeiinspektion Ergänzungsdienste 4“. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf das Stadtgebiet und den Landkreis München. Darüber hinaus werden berittene Kräfte bei besonderem Bedarf auch von anderen Polizeipräsidien in Bayern angefordert.

Eine ihrer Aufgaben ist die Begleitung und die Trennung rivalisierender Fans bei Fußballspielen. Auch bei sonstigen Großveranstaltungen ist die polizeiliche Präsenz auf dem Pferd von großer Bedeutung. Mit einem Dienstpferd sind die Beamtinnen und Beamten auch außerhalb befestigter Straßen und Wege mobil. In Parkanlagen, Naturschutz- und Naherholungsgebieten reagieren die Bürgerinnen und Bürger auf die Pferde wesentlich positiver als auf Streifenwagen. Zu Recht verstehen sich die Polizeireiterinnen und Polizeireiter während ihrer Streife daher als „Kontaktbeamtinnen bzw. Kontaktbeamte auf dem Pferd“.

Wenn Du Dich für die Reiterstaffel qualifizieren willst, musst Du nicht zwangsläufig schon reiten können. Du solltest jedoch idealerweise Reitkenntnisse mitbringen und innerhalb eines überschaubaren Zeitraums das Deutsche Reitabzeichen der Klasse IV (früher „Bronze“) erwerben.

Weitere Voraussetzungen findest Du auf der Website der Bayerischen Polizei.

S

Schülerpraktika

Wenn Du schon einmal in den Polizeiberuf hineinschnuppern möchtest, kannst Du ein Schülerpraktikum bei einer Polizeidienststelle absolvieren. Darüber hinaus kannst Du Dich für eine zweitägige Schnupperlehre melden. Auch andere Berufsorientierungsveranstaltungen werden angeboten.

Das Praktikum hat weder einen direkten Einfluss auf das Bewerbungsverfahren, noch wird es auf die Ausbildung angerechnet.

Die Einstellungsberatung hilft Dir gerne weiter.

Schwimmnachweis

Der Nachweis der Schwimmtauglichkeit ist Einstellungsvoraussetzung.

Als Nachweis wird das Deutsche (Jugend-)Schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold anerkannt. Ebenso kann die Schwimmtauglichkeit durch Vorlage eines Deutschen Rettungsschwimmabzeichens nachgewiesen werden.

Der Nachweis ist erst nach Aufforderung im Rahmen der Einstellungszusage vorzulegen.

Alternativ zum Schwimmnachweis wird eine Eigenerklärung akzeptiert, dass die Anforderungen des Deutschen Schwimmabzeichens Bronze (Freischwimmer) erfüllt werden.
Die Eigenerklärung wird an Bewerberinnen und Bewerber im Rahmen der Einstellungszusage übersandt bzw. von der zuständigen Einstellungsberatung zur Verfügung gestellt.

Spezialeinsatzkommando

Das Spezialeinsatzkommando greift in höchst gefährlichen Situationen ein, so z. B. bei Geiselnahmen, Banküberfällen, Entführungen und Erpressungen. Auch für die Observierung von verdächtigen und gefährlichen Personen ist das Spezialeinsatzkommando verantwortlich.

Zu den typischen Aufgaben des Spezialeinsatzkommandos gehört der Einsatz in Bedrohungslagen, die sich ergeben, wenn Personen in psychischer Ausnahmesituation sich bewaffnen und andere Menschen als Geiseln nehmen und/oder unkontrolliert um sich schießen. In solchen Fällen greift das Spezialeinsatzkommando ein und versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen, um zu vermeiden, dass Menschen verletzt werden.

Für die Einstellung beim Spezialeinsatzkommando musst Du als Bewerberin bzw. Bewerber zuvor bereits mindestens in der 2. QE der Polizei tätig gewesen sein. Außerdem gehört eine überdurchschnittliche körperliche Fitness zu den unabdingbaren Voraussetzungen. Diese wird in einem mehrere Tage dauernden Auswahlverfahren überprüft. Gefordert sind auch u. a. eine überdurchschnittliche psychische und physische Belastbarkeit, technisches Grundverständnis, eine überdurchschnittliche Wahrnehmungsfähigkeit und eine hohe Stressresistenz.

Spitzensportprogramm

Bei der Bayerischen Polizei kannst Du Deine Berufsausbildung optimal auf Deine sportliche Karriere abstimmen. Voraussetzung ist, dass Du die sportlichen Anforderungen für das Spitzensportprogramm erfüllst, das Bewerberinnen und Bewerbern der 2. Qualifikationsebene (2. QE) offensteht. Wer sich erfolgreich für eine Ausbildung und das Spitzensportprogramm qualifiziert, kann die eigene berufliche Zukunft gestalten und zugleich seine Sportart aktiv ausüben.

Bei Fragen zum Spitzensportprogramm wende Dich bitte an die Werbestelle München.

Sportprüfung

Auf die Sportprüfungen innerhalb der Einstellungsprüfungen kannst Du Dich gut vorbereiten. Am besten Du lässt Dich im Sportverein oder in einem Fitnessstudio beraten. Zur besseren Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit ist es sinnvoll, wenn Du die Einzelübungen in Folge durchführst und nicht einzeln trainierst, das entspricht der Prüfungssituation.

Die aktuellen Sportwertungstabellen und Beschreibungen zur korrekten Ausführung der Übungen helfen Dir bei der Vorbereitung. Nur korrekt ausgeführte Wiederholungen können im Sporttest gewertet werden. Bitte beachte auch die Videodateien zur korrekten Ausführung der einzelnen Übungen. Bei Fragen zum Test und zur Vorbereitung hilft Dir die Einstellungsberatung gerne weiter.

Staatsbedienstetenwohnung

Durch die Wohnungsfürsorge unterstützt der Freistaat Bayern – soweit möglich – seine landesweit Beschäftigten bei der Bemühung, angemessenen Wohnraum am Dienstort zu finden. Ein Rechtsanspruch auf eine Wohnung besteht jedoch nicht.

Studienbeginn (3. QE)

Für ein Studium musst Du Dich immer ein Jahr zuvor bis zum 31.10. beworben haben. Studienbeginn ist dann im September oder im März des darauffolgenden Jahres. Die Einteilung auf die beiden Termine erfolgt durch das Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Es wird versucht, den Wünschen der Bewerberinnen und Bewerber soweit wie möglich zu entsprechen.

Du musst Dich zudem rechtzeitig zum Auswahlverfahren des Landespersonalausschusses (LPA) angemeldet haben. Bitte informiere Dich über den Bewerbungsschluss, in der Regel ist dieser Ende Juni des Vorjahres. 

Der LPA hat die Geltungsdauer der LPA-Ergebnisse ausgeweitet. Demnach können Einstellungsbehörden auch Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigen, die nicht am aktuellen, aber an einem Auswahlverfahren der drei vorangegangen Einstellungsjahre teilgenommen haben. Eine Verpflichtung für die Einstellungsbehörden zur Berücksichtigung besteht jedoch nicht.

Die Bayerische Polizei nimmt diese Ausnahmeregelung für die Einstellung in die 3. Qualifikationsebene (QE) im Polizeivollzugsdienst nicht in Anspruch. Das bedeutet, dass Deine Bewerbung für die 3. QE nur berücksichtigt werden kann, wenn Du am Auswahlverfahren des LPA für den entsprechenden Einstellungstermin teilgenommen hast.

T

Tätowierungen

Tätowierungen sind grundsätzlich zulässig. Neben nicht sichtbaren Tätowierungen z. B. auf dem Rücken oder der Schulter sind auch Tätowierungen auf dem Unterarm möglich. Diese müssen während des Dienstes abgedeckt werden, z. B. durch das Tragen eines Langarmhemdes oder von Sleeves. Tätowierungen an Kopf, Hals und Händen sind generell nicht erlaubt. Ausnahmen hiervon sind nur im Einzelfall möglich.

Inhaltlich dürfen die Tätowierungen nicht gegen die Grundprinzipien und Wertevorstellungen unserer Demokratie verstoßen sowie keine sexuellen, diskriminierenden oder gewaltverherrlichenden Motive darstellen. Bei undefinierbaren oder fremdsprachlichen Schriftzeichen musst Du eine Erklärung zur Bedeutung bzw. die deutsche Übersetzung dieser Schriftzeichen abgeben.

Eine Überprüfung und Entscheidung, ob Deine Tätowierung zulässig ist, erfolgt durch die Einstellungsbehörde.

Bitte informiere Dich zu diesem Thema rechtzeitig bei der Einstellungsberatung.

Gerne kannst Du Dir auch unser Video dazu ansehen.

U

Unfallfürsorge

Die beamtenrechtliche Unfallfürsorge dient dazu, Dich als Beamtin/Beamten vor den Folgen von im Dienst erlittenen Unfällen oder Krankheiten zu schützen. Wer einen Unfall während der Dienstzeit erleidet, hat Anspruch auf Unfallfürsorge (§§ 30 ff BeamtVG).

Dazu gehören u. a.:

  • Erstattung von Sachschäden und besonderen Aufwendungen
  • Heilverfahren
  • Unfallausgleich
  • Unfallruhegehalt/erhöhtes Unfallruhegehalt bzw. Unterhaltsbeitrag
  • Unfall-Hinterbliebenenversorgung
  • einmalige Unfallentschädigung
  • Schadensausgleich in besonderen Fällen
  • Einsatzversorgung bei besonderer Verwendung im Ausland

Unterstützungskommando

Neben „normalen“ Einsatzeinheiten, die in ganz Bayern verschiedene Polizeidienststellen unterstützen und z. B. bei Fußballspielen, Demonstrationen oder Großeinsätzen für Sicherheit sorgen, gibt es auch ein Unterstützungskommando. Es zählt zu den polizeilichen Spezialkräften mit besonderen Aufgaben. Dazu gehören z. B. Großveranstaltungen mit hohem Gewaltpotenzial, Bekämpfung von Drogenkriminalität, Fahndung und Festnahme von bewaffneten Täterinnen bzw. Tätern. Die Unterstützungskommandos gibt es bei der Bereitschaftspolizei sowie den Polizeipräsidien München und Mittelfranken.

V

Verkehrspolizei

Die Verkehrspolizei ist als Bereich der Bayerischen Polizei für den Straßenverkehr im Freistaat zuständig. Sie ist in sog. Verkehrspolizeiinspektionen (VPI) gegliedert. Zu ihren Aufgabengebieten zählen u. a. die Überwachung der Verkehrssituation, die polizeiliche Betreuung der Autobahnen, die Unfallaufnahme sowie die Verkehrsprävention. Dazu werden jährlich viele Aktionen und Maßnahmen, z. B. an Schulen oder zur Ferienzeit, durchgeführt. Erklärtes Ziel der Verkehrspolizei ist es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern in Bayern weiter aktiv zu verbessern.

W

Wasserschutzpolizei

Die Bayerische Polizei sorgt auch auf den Gewässern im Freistaat für Sicherheit und Ordnung. Dazu zählen alle Wasserstraßen und Seen. Zu den Aufgaben der Wasserschutzpolizei gehören neben den allgemeinen polizeilichen Aufgaben die Überwachung der Berufsschifffahrt und des Sportbootverkehrs, die Kontrolle von Transporten gefährlicher Güter auf den Binnenschifffahrtsstraßen sowie der Schutz der Gewässer und der gewässernahen Natur.

Für Main, Main-Donau-Kanal und Donau sind eigene Wasserschutzpolizeigruppen bei den jeweiligen Polizeiinspektionen bzw. Verkehrspolizeiinspektionen eingerichtet. Die größeren bayerischen Seen sowie der bayerische Teil des Bodensees werden von wasserschutzpolizeilich ausgebildeten Beamtinnen und Beamten der vor Ort zuständigen Polizeiinspektionen betreut.

Werbestelle München

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Zweigleisige Bewerbung

Wenn Du als Bewerberin bzw. Bewerber die jeweiligen Voraussetzungen erfüllst, kannst Du Dich sowohl für die 2. Qualifikationsebene (2. QE) als auch für die 3. Qualifikationsebene (3. QE) bewerben. Bitte beachte dabei die unterschiedlichen Termine und Fristen für das jeweilige Bewerbungsverfahren. Im Unterschied zur 2. QE ist bei der 3. QE zusätzlich eine Anmeldung beim Landespersonalausschuss (LPA) notwendig.

Eine solche zweigleisige Bewerbung ist durchaus sinnvoll, da in der 3. QE jährlich nur ein Bruchteil der Stellen der 2. QE zur Verfügung steht. So kannst Du Deine Bewerbungschancen nutzen: Ist Deine Bewerbung erfolgreich, steigst Du in der 2. QE ein und hast die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt in die 3. QE zu wechseln. Voraussetzung dafür ist dann u. a. ein entsprechender Eignungsvermerk in Deiner Beurteilung.

Siehe auch: Bewerbung, zweigleisig